Wenn Menschen berufen werden – Teil 3: Steven Spielberg

Wenn-Menschen_3Durchbruch

Steven Spielberg drehte einen Kurzfilm „Amblin“, der bei dem Atlanta Film Festival gezeigt wurde. Neben ein paar Preisen gewann er dadurch die Aufmerksamkeit des Vizepräsidenten von Universal Studios. Der erst 22-Jährige Steven bekam einen sieben Jahresvertrag in der Fernsehabteilung von Universal Picture.

„Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit Träumen.“ Steven Spielberg

Der erste Spielfilm und John Williams

4 Jahre drehte er Serien und Fernsehfilme („Rod Serlings Night Gallery“, „Columbo“,  Fernsehfilm „Duell“). Nach „Duell“ bekam er viele Skripte zugesendet, aber Steven entwickelte lieber sein eigenes Projekt:  Seinen ersten Spielfilm „The Sugarland Express“. Erstmals in Zusammenarbeit mit dem Komponisten John Williams. Das war ein wichtiger Kontakt, denn er war mittlerweile für die Musik in 26 Spielberg Filmen verantwortlich. Der Film war jedoch finanzieller ein Misserfolg.

Hai, dritte Art und Indiana

Bereits mit seinem zweiten Kinofilm kreierte Steven jedoch den gewinnträchtigsten Film der bisherigen Zeiten: „Der weiße Hai“. Er hatte nicht nur ein Gefühl für Filme, sondern auch für Trendthemen entwickelt. Es folgten weitere Kinohits wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, ein Filmthema, von dem er schon begeistert war seit seiner Kindheit. Mit einem Freund von ihm, George Lucas, entwickelte er außerdem Indiana Jones.

„Ich arbeite nicht an Wochenenden. Wochenenden sind für meine Kinder. Und ich esse jeden Abend Zuhause, wenn ich nicht physisch bei einem Film  Regie führe. Ich lege die Kinder ins Bett, erzähl ihnen Geschichten und bringen sie am nächsten Morgen zur Schule. Ich arbeite fest von 9.30-17.30Uhr, und ich bin strikt darin.“ Steven Spielberg

Die Bedeutung von Kindern

Seinen alten besten Freunde machte er 1982 zum Star: „E.T. – Der Außerirdische“. Damit griff er seine Kindheitsidee auf und auch das Haus darin war eine Rekonstruktion seines Elternhauses.  Kinder spielen häufig eine wichtige Rolle bei ihm. Vor allem waren sie im Mittelpunkt in Genres, in denen dies zuvor untypisch war, wie Kriegsfilme und Utopien. („A.I. Künstliche Intelligenz“, „Das Reich der Sonne“)

Spielberg galt als ausgedient

Doch es war zu dieser Zeit nicht alles nur rosig. Die Filmindustrie hielt Steven immer wieder für ausgedient, nach sogenannten Fehlschlägen, wie „Wo bitte geht’s nach Hollywood (1979), „Always“ (1989)… . Doch Steven machte weiter, wenn er in den späten 80er Jahren auch überwiegend als Produzent tätig war.  Sein erfolgreichstes Jahr stand ihm noch bevor.

Von Dinosauriern

1993 feierte Spielberg sein Comeback mit „Jurassic Park“ und „Schindlers Liste“. Wie bei E.T. schaffte er auch hier wieder die Verknüpfung von Angst und Staunen. Die Zuschauer sollten in ständiger Spannung gehalten werden. 5 Jahre lang galt Jurassic Park als erfolgreichster Film der Welt.

„Eine Menge der Filme, die ich gemacht habe, hätten bestimmt auch ungefähr 50 Jahre zuvor gut funktioniert und das ist nur, weil ich viele altmodische Werte habe.“          Steven Spielberg

Spielbergs jüdische Identität

Mit Schindlers Liste setzte er sich erstmals offen mit seiner jüdischen Identität auseinander. Verschlüsselt bereits zuvor bei dem Zeichentrickfilm „Feivel der Mauswanderer“. Denn seine Eltern waren Nachfahren jüdischer Flüchtlinge, die nach Amerika ausgewandert waren. 2004 wurde er von Frankreichs Präsident Jacques Chirac sogar zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, für seine Verdienste im Kampf gegen Antisemitismus, gerade durch den Film Schindlers Liste.

Erfolg und doch wieder nicht

Im selben Jahr gründete Spielberg auch die Dream Works Studios in Hollywood, eine bis heute der erfolgreichsten Filmgesellschaften in den USA. In der Vergangenheit stand Dream Works allerdings schon zweimal vor dem Bankrott, was dazu führte, dass es 2005 an Viacom verkauft wurde.

Rente?

Regie hat er zuletzt 2015 gehalten für den Film „Bridge of Spies – Der Unterhändler“, den er auch produziert hat und ausführender Produzent war er bei Jurassic World 2015. Wer weiß, woran er gerade wieder arbeitet. An Rente hat der über 70-Jährige noch nie einen Gedanken gehabt.

Meine besten Filme kommen erst noch.“ Steven Spielberg

Weitere Teile
Teil 1: Steven Spielberg
Teil 2: Steven Spielberg