Wenn Menschen berufen werden – Teil 1: Walter Elias Disney

Wenn-Menschen_1In einem Zug von Manhattan nach Hollywood sitzt ein junger Mann. „Jetzt habe ich meinen Bruder auch noch so viele Sorgen bereitet. Wie kommen wir nur da wieder raus? Vielleicht war das alles ein Fehler.“  Plötzlich eine Maus, ein Fantasiegebilde, das einfach seinem Kopf entsprang und über seinen Zeichenblock huschte.

Ein kleiner Kerl

So ähnlich sah es aus vor ungefähr 88 Jahren als Mickey Mouse geboren wurde. Walt Disney hatte einen großen finanziellen Rückschlag hinzunehmen, als der kleine Kerl, geboren aus der Notwendigkeit ihn buchstäblich aus der Sorge befreite, wie Disney es später selbst erzählte.

Darf ich vorstellen: Ihr Coach

Walter Elias Disney, oder Walt, wie er von allen seit klein auf genannt wurde, ist ein Mann, der mit so viel Fantasie, Innovation und Neugier seine Berufung  entwickelte, gelebt und genossen hat. So eine Person lebt nicht ohne Spuren und inspiriert weit über ihr eigentliches Fach hinaus. Ein Leben, das jeden förmlich laut anfeuert, wie ein Coach am Rande des Spielfeldes, die eigene Berufung zu leben.  Genau das soll diese neue Serie bei ihnen bewirken. Lassen Sie sich mitnehmen auf kleine Ausflüge durch das Leben von inspirierenden Persönlichkeiten, ob weltbekannt, oder die Geschichte von dem netten Nachbarn von neben an.  Ihr erster Coach: Walt Disney.

„Ich ziehe es vor, Leute mit Spaß zu unterhalten, in der Hoffnung, dass sie lernen, statt ihnen etwas beibringen zu wollen, in der Hoffnung das es ihnen Spaß macht.“  Walt Disney

Erste Zeichnung 5 Cent

Walt wird einen Tag vor Nikolaus 1901 in Chicago geboren, als Viertes von fünf Kindern. Seine Eltern Elias und Flora Disney verdienen ihr Geld mit dem Entwerfen und Bauen von Häusern. Sein Vater war Kanadier mit irischer Herkunft und seine Mutter deutschamerikanisch. Kurz nachdem Walt geboren war, zogen sie aufs Land nach Missouri, mit dem Gedanken, dass die Natur und die Arbeit auf der Farm gesund seien für die Kinder. Damit lagen sie richtig. Der kleine Walt war fasziniert von den großen dichten Wäldern und verbrachte Stunden dort. Rehe, Hasen, alle schienen zu sprechen, die Blumen in ihrem bunten Farbenkleid so rein. Jedenfalls passierte das in der Fantasie des kleinen Jungen und wurde fleißig auf gekritzelt. Eine dieser Zeichnungen verkaufte er sogar für 5 Cent an seinen Arzt Dr. Sherwood.

Vielleicht sollten wir alle in einer Garage anfangen

Wie konnte es anders sein, wollte er nach der Schule unbedingt Künstler werden. Er warf sich hinein in die Welt über Technik und Bewegungsabläufe von Trickfilmen uns sog alles in sich auf, während er nebenbei als Reklamezeichner arbeitete. Mit der Basis im Rücken zeichnete er die ersten Film-Cartoons. Hoch motiviert gründete er eine eigene Firma in der Garage seines Bruders. Leider war er nicht der beste Geschäftsmann. Aber das Geld reichte so gerade eben für seine Kosten.

An der Vision festhalten

Was ihm an Geschäftssinn fehlte, machte er mit seiner Leidenschaft wett. Er glaubte ganz fest an die Zukunft der Zeichentrickfilme und steckte andere Zeichner damit an. Ohne Bezahlung halfen sie in der Garage. Es folgten Jahre, in denen er mehrere tausend Dollar in Produktionen steckte. Es kamen die ersten Aufträge für Werbefilme. Walt drehte  so seinen ersten Film „Little Red Riding Hood“ (Rotkäppchen). Neues Geld wurde sofort in neue Produktionen gesteckt, wie „Alice Comedies“. Obwohl er selbst kaum genug zum Leben hatte. Erfolg lag aber noch fern, denn die Auftraggeber zahlten nicht oder gingen Pleite.

Lesen Sie im zweiten Teil, wie Walts Weg weiter ging. Warum es so wichtig ist Schwächen durch die Stärken andere auszugleichen, neugierig zu bleiben und sich nicht beirren zu lassen.

„Es gibt keinen Grund sich nicht einen Stern zu wünschen.“  Walt Disney

Weitere Teile
Teil 2: Walter Elias Disney