Berufung praktisch entdecken – Teil 2: Das familiäre Erbe

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Die eigene Berufung praktisch entdecken – zu dieser spannenden Reise möchte die Blogreihe Sie einladen. Nachdem im ersten Teil das „Integrative Berufungs-Modell“ von xpand vorgestellt wurde, soll es nun konkret und praktisch werden. Ich lade Sie deshalb heute dazu ein, sich mit einem ersten Baustein Ihrer Berufung auseinanderzusetzen: Ihrem familiären Erbe.

Das familiäre Erbe innerhalb des xpand Berufungsmodells

Das familiäre Erbe ist Teil Ihrer eigenen Geschichte, denn es geht dabei um die Frage „Wo komme ich her?“. Wenn Sie das Integrative Berufungsmodell von xpand vor Augen haben, wird das Thema der eigenen Geschichte dem mittleren Kreis zugeordnet, dessen Oberbegriff die Identität ist. Neben der eigenen Geschichte gehören auch die eigenen Ressourcen und die eigene Perspektive zu diesem Bereich.

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Das familiäre Erbe als Zugang zu den eigenen Ressourcen

Es kann äußerst interessant und hilfreich sein, sich mit dem eigenen familiären Erbe auseinanderzusetzen. Denn indem Sie sich mit Eigenschaften, Fähigkeiten und Tätigkeiten Ihrer Eltern und Großeltern beschäftigen, bekommen Sie Zugang zu verschiedensten Ressourcen, die in Ihrer Familie bereits vorhanden waren. Ressourcen, die Sie in Ihrem Leben vielleicht auch entdecken und weiterentwickeln werden.

Natürlich steht dabei außer Frage, dass jeder Mensch einzigartig ist und es nie jemanden gab noch geben wird, der so ist wie Sie. Aber gleichzeitig ist doch keiner von uns ganz unabhängig auf die Welt gekommen. Jeder von uns ist in eine Familie hineingeboren, die schon eine (jahrhunderte-) lange Geschichte im Gepäck hat. Ich lade Sie deshalb jetzt dazu ein, sich mit genau diesem Erbe, das sich in Ihrer Familiengeschichte verbirgt, zu beschäftigen.

Jetzt sind Sie an der Reihe

Anbei finden Sie einen Workshop zum familiären Erbe, den Sie ausdrucken und ausfüllen können. Dabei geht es um Folgendes: In den Diagrammen, die Sie in der PDF-Datei finden, können Sie anhand von Leitfragen eintragen, was Ihnen zu ihren Eltern und Großeltern einfällt. Falls Ihnen über diese Fragen hinaus noch weitere Dinge wichtig werden, umso besser. Notieren Sie sich auch diese Dinge.

Beschäftigen Sie sich jeweils ein paar Minuten mit jeder einzelnen der sechs Personen (Vater, Mutter, Großeltern väterlicherseits und mütterlicherseits). Gehen Sie dabei vor wie ein Goldsucher: Suchen Sie in jeder Person das Besondere und Wertvolle. Finden Sie das Potenzial, das in jeder Person steckte oder steckt. Versuchen Sie möglichst viele wertvolle Gedanken über Ihre Vorfahren aufzuschreiben. Dabei geht es nicht darum Negatives zu verleugnen. Doch der Blick auf das Negative fällt uns Menschen leider oft leichter als der auf das Positive. Darum sollten Sie bei diesem Workshop vor allem auf die positiven Eigenschaften, Fähigkeiten und Vorlieben der einzelnen Vorfahren schauen.

An dieser Stelle noch ein kleiner Praxistipp: Wenn Sie über einzelne Personen wenig oder gar keine Informationen haben, überlegen Sie, wen sie dazu befragen könnten. Binden Sie andere Menschen in diesen Workshop mit ein.

Den roten Faden im eigenen Leben entdecken

Nachdem Sie nun ausführlich über Ihr familiäres Erbe nachgedacht haben, kommen wir nun zu Ihnen zurück: Gibt es in Ihren Aufzeichnungen Eigenschaften und Tätigkeiten, die Sie auch von sich selbst kennen? Diese sollten Sie sich unbedingt notieren. Denn dadurch spüren Sie innere Ressourcen auf, die Ihnen dabei helfen können, Ihre Berufung zu entdecken.

Als abschließende Anregung. Denken Sie darüber nach: Welchen Einfluss hat Ihr familiäres Erbe auf Ihren Berufungsweg?

Weitere Teile

Berufung praktisch entdecken –
Einführung
Teil 1: Das „Integrative Berufungs-Modell“
Teil 3: Das eigene Milieu
Teil 4: Motivationsfähigkeiten
Teil 5a: Persönlichkeitsstärken
Teil 5b: Persönlichkeitsstärken
Teil 6a: Ideales Umfeld
Teil 6b: Ideales Umfeld