Berufung praktisch entdecken – Teil 1 Das „Integrative Berufungs-Modell“

Berufungpraktisch entdecken_Kreis_komplettEine mögliche Wegbeschreibung

Die eigene Berufung entdecken – das passiert nicht von heute auf morgen, sondern ist eine spannende Reise. Dabei kann es hilfreich sein, sich an einer Art Wegbeschreibung oder Anleitung zu orientieren. Wir als xpand haben aus diesem Grund über mehrere Jahre hinweg das „Integrative Berufungs-Modell“ entwickelt, welches ich Ihnen in diesem Blockbeitrag vorstellen möchte.

Das Integrative-Berufungs-Modell

Die folgende Abbildung zeigt die inhaltliche Struktur unseres Grundverständnisses von Berufung, das wir als xpand haben.

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Die drei Hauptbereiche – Aufträge, Identität, Spiritualität – geben zusammen mit den Unterpunkten einen Einblick, was alles zum Thema Berufung gehören kann. Aber auch wo Berufung in Ihrem Leben praktisch werden kann.

Aufträge

Das Wort „Aufträge“ steht für die Verantwortung, die jeder Einzelne in den verschiedenen Lebensbereichen trägt. Das Modell zeigt vier Felder der Verantwortung, die sich in zwei Bereiche teilen (die durch die senkrechte Linie angezeigt werden): Verantwortung im Bereich der Individualität und im Bereich der Kommunität. Nur ein ausgewogenes Verhältnis der beiden Bereiche ist langfristig gesund. Denn ein Ungleichgewicht birgt entweder die Gefahr des Individualismus bzw. Egoismus oder die Gefahr des Kommunismus und kann – so haben wir es aus der Geschichte gelernt – die Gesellschaft zugrunde richten.

Identität

Mit „Identität“ ist das Erkennen, Wachsen und Formen eines gesunden und authentischen Wesens gemeint. Die Identität eines jeden Menschen ist durch die drei Bereiche der Geschichte, der Ressourcen und der Perspektive gekennzeichnet. Darin werden auch die drei wesentlichen philosophischen Grundfragen „Wo komme ich her?“, „Was steckt in mir?“ und „Wo gehe ich hin?“ beantwortet.

Spiritualität

Der Begriff „Spiritualität“ wird – je nach Hintergrund – unterschiedlich definiert. So spricht man zum Beispiel von einer christlichen oder noch spezifischer von einer benediktinischen Spiritualität. Hier möchte ich mit einer Beschreibung arbeiten, die sich in Bezug auf den Berufungsweg als sehr hilfreich erwiesen hat: Spiritualität ist die bewusst erlernte Achtsamkeit, das Leben zu sehen, sowie nach dem Sinn und der Quelle des Lebens zu suchen.

Praktisch: Selbstreflexion zum Berufungsmodell

Das Schöne an dem Modell ist, dass es in keiner festen Reihenfolge durchlaufen werden muss. Deshalb wird dieser Blog immer wieder verschiedene Aspekte des Modells in keiner festgelegten Reihenfolge aufgreifen.

Überlegen Sie zu Beginn Ihrer Entdeckungsreise:

  • Welcher der drei Kreise spricht Sie aktuell am meisten an und warum?
  • Welche Fragen haben Sie an die unterschiedlichen Bereiche von Berufung?

Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Gedanken notieren und im Laufe des Prozesses immer wieder zur Hand nehmen.

 

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Weitere Teile

Berufung praktisch entdecken –
Einführung
Teil 2: Das familiäre Erbe
Teil 3: Das eigene Milieu
Teil 4: Motivationsfähigkeiten
Teil 5a: Persönlichkeitsstärken
Teil 5b: Persönlichkeitsstärken
Teil 6a: Ideales Umfeld
Teil 6b: Ideales Umfeld